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| Mykonos (Griechenland) Die kleine Kykladeninsel Mykonos präsentiert sich in natürlicher Schönheit: Vor dem tiefblauen Meer strahlen weiße Dörfer mit feinen Sandstränden um die Wette. Überall auf der Insel erfreut der Sinn ihrer Bewohner für Ästhetik und Gestaltung das Auge. Leuchtend blaue Treppengeländer und Fensterrahmen bilden mit üppigen rosaroten Geranien Farbtupfer im allgegenwärtigen Weiß der Fassaden und Gassen. Die Kirchen mit ihren kleidsamen Kuppeln in Rot und Blau scheinen allein deshalb erbaut zu sein, damit sie besonders schön mit dem Meer und der Landschaft harmonieren. Die Sonne trägt das Ihre zum Farbenrausch bei und übertrifft sich allabendlich in furiosen Sonnenuntergängen selbst. Fortgesetzt wird das bunte Treiben anschließend in den zahleichen Bars und Clubs von Mykonos-Stadt, wo angeblich das beste Nachtleben der Ägäis zu finden ist. Der lebendige Hafen, die Stadtviertel Kastro und Klein-Venedig laden hier zum Bummeln, Shoppen, Essen und Feiern ein.Ein Hort der Stille hingegen ist das Inselinnere: Inmitten der sanften Hügel, die mit Terrassenfeldern fruchtbar gemacht wurden, hört man allein das Zirpen der Zikaden oder das fröhliche Meckern von wilden Ziegen.Die Nachbarinsel Delos war in der Antike das religiöse, kulturelle und politische Zentrum der gesamten Ägäis. Zahlreiche Denkmäler wie die berühmte Löwenterrasse und die einzigartigen Mosaikböden künden von der einstigen Bedeutung des Eilandes, das als Geburtsort des Gottes Apollo heilig war. Essen & Trinken Mykonos (Griechenland) In der griechischen Küche dominieren einfache, schnell zubereitete Gerichte mit deftigem und herzhaftem Charme. Dabei finden sich auf der Speisekarte vermehrt Eintöpfe mit Lamm, Hammel und Zicklein sowie eine Vielzahl an Gemüsegerichten. Beliebt sind beispielsweise Auberginen, Tomaten oder Paprika, die mit Reis, Hackfleisch und frischen Kräutern gefüllt werden. Auch Keftedes, gebratene Bällchen oder Puffer aus verschiedenen Gemüsen wie Kichererbsen oder Zucchini, gehören zu den traditionellen Gerichten. Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich die köstlichen Mezédes: kleine Häppchen, die zum Ouzo oder Bier serviert werden, die man aber auch extra als Vorspeise bestellen kann. Zu ihnen zählen die verschiedenen Pürees von Aubergine und Fischrogen, in Öl gebackene Fischchen, Paprika oder Zucchini und natürlich gefüllte Weinblätter und Oliven. Insgesamt überrascht die mykoniotische Küche mitunter durch vollmundige Angriffe auf alle Geschmacksnerven. In den so genannten Paradosiáka-Tavernen wird heute bewusst wieder die traditionelle Küche gepflegt. Besonderes lohnenswert sind die inseltypischen Wurstwaren, die bei jedem Metzger in großen Ringen unter der Decke hängen. Während der Jagdsaison im Herbst verarbeiten die Mykonioten auch Kaninchenfleisch zu Wurst. Einen sehr guten Ruf genießen auch die Süßwaren, vor allem das Mandelgebäck Amygdálota und die Mandelmilch Soúmada. Aktivitäten Mykonos (Griechenland) Dank traumhafter Strände gehört Wassersport zu den häufigsten Aktivitäten auf Mykonos. Das Windsurfen zählt zu den beliebtesten Sportarten, da der Meltemi-Wind für ideale Bedingungen sorgt. Zu gefragten Revieren haben sich Ftelia an der Bucht von Panormou im Norden und Kalafati Beach an der Südküste entwickelt. Dort kann man auch Kurse belegen und die entsprechende Ausrüstung leihen. Tretboot- und Kanuverleih gehören zum Standard der allermeisten Sandstrände - am Elia Beach und in Agios Stefanos kann man auch Wasserski fahren. Mykonos ist eine der wenigen Kykladeninseln, wo das Tauchen mit Atmungsgerät erlaubt ist - allerdings nur innerhalb einer Zone von 500 Metern und nicht zwischen Kap Agios Georgios und Kap Alogomandra. Das Schnorcheln ist überall gestattet.Das Spazierengehen und Wandern im Inselinnern bietet die Möglichkeit Natur, Kultur, Tier- und Pflanzenwelt auf Mykonos hautnah kennen zu lernen. Da der höchste Berg nur 370 Meter hoch ist, geht auch Hobby-Wanderern nicht so schnell die Luft aus. Eine Kopfbedeckung, feste Schuhe und ausreichend Wasser sollten aber immer zur Ausrüstung gehören. Auch das Fahrradfahren erfreut sich zunehmender Beliebtheit und es finden sich immer mehr Verleihstationen. Mit einem guten Rad oder gar Mountainbike kann man auch auf abgelegeneren Wegen die Insel erkunden und neue Einsichten in die mediterrane Landschaft gewinnen. Ausgehen Mykonos (Griechenland) Mykonos bietet Nachtschwärmern ein unvergleichlich vielfältiges und differenziertes Nachtleben, von der ruhigen Bar zum Entspannen über den heißen Gay-Club bis hin zur extrovertierten Disco. Seit der Zeit der Blumenkinder genießt die griechische Insel einen legendären Ruf in Sachen Nachtleben. Doch ist auf Mykonos alles noch etwas familiärer, kleiner und überschaubarer geblieben - und gerade das macht den Charme der nächtlichen Inselstimmung aus. Die größte Auswahl an Bars, Clubs und Discotheken findet man im Hafenviertel von Mykonos-Stadt. Hier, in Sichtweite zur Kirche Agios Nikolaos, finden sich mit der Skandinavian Bar und dem Down Under pulsierende Discotheken, wo spätestens ab Mitternacht fröhlich gefeiert und geflirtet wird. Auch im benachbarten Viertel Klein-Venedig schaffen die Nachtbars Kastro und Montparnasse eine vibrierende Sommeratmosphäre, der sich Nachtschwärmer nur schwer entziehen können. Kaum ein Partygänger versäumt es, abends einen Blick in diese heißen Tempel der Nacht zu werfen. Dabei pflegt das Publikum auf Mykonos ein strenges Ritual: Zunächst läutet man die Nacht in einer oder zwei Bars ein, bevor es auf die Tanzflächen, Tresen und Tische geht. Und wenn gegen 4 Uhr morgens die meisten Clubs langsam ihre Pforten schließen, brechen Unermüdliche zum Fährhafen auf, wo im Yachtclub nochmal richtig aufgedreht wird. Land & Leute Mykonos (Griechenland) Er gehört zu Mykonos wie das Nachtleben und die weißen Bilderbuchdörfer: der Hafenpelikan. Bereits Mitte der 50er Jahre prägte ein zahmer Pelikan das Hafenbild von Mykonos. Und als dieser Vogel nach über 30 Jahren starb, versuchte man, schnell wieder einen Pelikan zu finden, der ebenso majestätisch über die Mole stolzieren und den Straßenverkäufern so manchen Fisch stibitzen würde. Schließlich wurde Petros II. aus einem deutschen Zoo in Mykonos-Stadt heimisch. Mittlerweile mit Partnerin, ist der zutrauliche Vogel neben den pittoresken Windmühlen zum zweiten Wahrzeichen der Insel geworden, und kaum ein Besucher lässt sich einen Fototermin mit dem großen Tier entgehen.Ähnlich beliebt als Fotomotiv sind die zahlreichen kleinen Kirchen und Kapellen, die überall an der Küste errichtet wurden - meist von Seeleuten oder deren Familien zum Dank für die Errettung Schiffbrüchiger. Heute ist das Meer wesentlich sicherer und sorgt vor allem dafür, dass Urlauber aus aller Welt auf der Kykladeninsel ihr Ferienparadies finden. Beispielsweise an den goldgelben Stränden oder in den schmucken Hafenstädten, bei einer Bootsfahrt zur heiligen Nachbarinsel Delos oder beim Wasserskifahren. |