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    Isla de Margarita (Venezuela) Zu den beliebtesten Reisezielen in der Karibik gehört die Isla Margarita - die größte Insel Venezuelas, etwa 40 Kilometer vom Festland entfernt. Nicht nur Europäer und US-Amerikaner kommen gerne hierher, auch Festland-Venezolaner verbringen hier ihren Urlaub, was sicher an den schönen, palmenbestandenen Stränden, aber auch an den zollfreien Einkaufsmöglichkeiten liegt. Den Feriengästen steht eine große Anzahl komfortabler Hotels und eine gute touristische Infrastruktur mit Freizeitangeboten, Restaurants und anderen Annehmlichkeiten zur Verfügung. Zentrum des Tourismus ist Porlamar - die pulsierende Großstadt an der Südostküste der Insel. Lange Sandstrände mit dahinter liegenden Hotels erstrecken sich entlang der Ostküste, weitere Urlaubsgebiete liegen im Norden.Die Isla Margarita ist eigentlich eine bergige Doppelinsel: Der größere, östliche Teil ist die fruchtbare Hauptinsel, auf der 95 Prozent der Margariteños leben und sich auch der Tourismus abspielt. Den kleineren, westlichen Teil bildet die Halbinsel Macanao, nur durch die Sandbank La Restinga mit der Hauptinsel verbunden. Von Trockenheit geprägt, verteilt sich auf Macanao rund ein Dutzend Dörfer entlang der Küste, in denen das Leben bedächtig abläuft. Essen & Trinken Isla de Margarita (Venezuela) Die Einheimischen essen mittags, oft in kleinen einfachen Lokalen, den Tascas. Dort wird immer eine comida corriente, ein Tagesgericht, angeboten, das häufig aus schwarzen Bohnen, Reis mit gut gewürztem Fleisch und plátanos, Kochbananen, besteht. Oder es gibt eine Suppe: Mondongo ist ein Eintopf mit Kutteln, sancoche enthält große Fisch- oder Fleischstücke. Der kleine Hunger wird mit arepas, Maispfannkuchen belegt mit Käse, Shrimps, Fleisch, Schinken, Eiern oder allerhand anderen Zutaten, oder mit Empanadas, unterschiedlich gefüllten Teigtaschen, gestillt. Überall werden frische Meeresfrüchte, wie Karibik-Garnelen, Krebse, Langusten oder Tintenfisch, oft mit seiner schwarzen Tinte gewürzt, angeboten. Auch gegrilltes Fleisch, parilla, ist sehr beliebt.Das populärste alkoholische Getränk ist das einheimische Bier Polar. Wein wird in Venezuela kaum angebaut und wenn, dann in keiner besonderen Qualität. Ausnahme: Altagracia-Weine. Dafür bekommt man aber schöne chilenische und argentinische Weine zu akzeptablen Preisen. Favorit unter den härteren Spirituosen ist der ron - Rum in verschiedenen Qualitäten und Variationen. Auf keinen Fall versäumen sollte man die frischen Fruchtsäfte. Sie sind nicht nur lecker und vitaminreich, man findet auch Früchte, die in Europa so gut wie unbekannt sind wie z.B. guanabana. Kaffeetrinker werden sich an dem ausgezeichneten Espresso erfreuen, den man negro (schwarz), marrón (mit Milch) oder als café con leche (mit viel Milch) bestellen kann. Aktivitäten Isla de Margarita (Venezuela) Wie sollte es auf einer Insel im karibischen Meer auch anders sein: Vorrangige Aktivitäten auf der Isla Margarita sind Wassersport und (Sonnen-)Baden. El Yaque an der Südküste ist bei Surfern in aller Welt bekannt: Viele bunte Segel tummeln sich hier vor dem Strand. Vormittags liegen die Windstärken zwischen zwei und 4 Beaufort, nachmittags steigern sie sich auf 4-7. Anfänger und Profis kommen also gleichermaßen auf ihre Kosten. Neben normalen Surfclubs hat sich hier auch die erste Kiteboard-Schule Margaritas etabliert. Dem Surfen folgt das Tauchen: Eine wunderschöne Unterwasserwelt mit bunten exotischen Fischen und Korallenriffen, besonders in Richtung Isla Coche, verzaubert Schnorchler und Taucher. Aktivurlauber, die das Land bevorzugen, können Mountainbike- und Wandertouren durch das bergige Inselinnere unternehmen oder bei Jeepsafaris die landschaftlichen Schönheiten bewundern.Die schönsten, oft kilometerlangen Strände bieten die Ost- und Nordküsten der Hauptinsel. Palmen bilden nicht überall die Kulisse, verschiedene Serviceeinrichtungen finden Sonnenhungrige hier aber zur Genüge. Kleinere und meist einsame Buchten liegen an der Küste der Halbinsel Macanao. Das relativ gleichmäßige Klima mit durchschnittlichen Temperaturen von 25-28°C erlaubt ein ganzjähriges Urlaubsvergnügen, kleine Trübungen gibt es höchstens während der Regenzeit von November bis Januar, doch auch dann regnet es meistens nur nachts. Ausgehen Isla de Margarita (Venezuela) Die größte Auswahl an Restaurants, Bars und Discotheken findet man auf der Isla Margarita in Porlamar. In der Rangliste Venezuelas liegt diese Stadt auf Platz zwei gleich hinter der Hauptstadt Caracas. Der Abend auf Margarita beginnt früh und endet spät. Zunächst genießt man das Abendessen in einem der vielen guten Restaurants. Anschließend schlürft man leckere Cocktails in einer Piano-Bar oder tanzt in einer Disco zu karibischer und westlicher Musik, bis es hell wird - eine Sperrstunde gibt es nicht. Die Discos öffnen meist schon um 21 Uhr, richtig was los ist aber selten vor 23 Uhr. Alternativen bieten viele Hotels mit abendfüllenden Programmen, bestehend aus Essen, Musik und Unterhaltung. Spielernaturen können in den Casinos, z.B. im Hilton oder im Marina Bay Hotel in Porlamar, ihr Glück versuchen. Land & Leute Isla de Margarita (Venezuela) Häufig wird die Isla Margarita als Perle der Karibik bezeichnet. Andere Inseln wollen ihr diesen Titel streitig machen, doch Margarita und besonders die ihr vorgelagerte Insel Coche waren tatsächlich die ersten Zentren des Perlenhandels. Außerdem steckt es schon im Namen: Margarita stammt vom griechischen Wort für Perle. Auf 940 Quadratkilometern bietet die Isla Margarita eine vielseitige Landschaft. Auf der östlichen Hauptinsel erhebt sich inmitten einer fast tropischen Vegetation La Sierra, der mit fast 1.000 Metern höchste Berg der Insel. Macanao dagegen ist eine bergige Halbwüste. Beide Inselteile sind durch eine kilometerlange Sandbank verbunden, der die Lagune La Restinga mit romantischen Kanälen und wunderschönen Mangrovensümpfen vorgelagert ist. Sie ist eines der fünf Naturreservate der Isla und auf jeden Fall einen Besuch wert. In den alten Städten der Insel beeindrucken imposante Gebäude aus der Zeit der spanischen Kolonialherrschaft - auch wenn an einigen von ihnen schon der Putz bröckelt. Traditionelle Kultur ist noch oft lebendig, vor allem das Kunsthandwerk wird gepflegt. Berühmter Sohn Margaritas ist der erste moderne Bildhauer Venezuelas, Francisco Narváez (1905-1982), der in Porlamar geboren wurde. Ihm zu Ehren wurde dort das Museo de Arte Contemporáneo mit Werken von ihm und anderen zeitgenössischen Künstlern eingerichtet.