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    Malaga (Spanien) Egal, ob der Sinn nach moderner Kunst oder romantischen Gartenanlagen steht, ob man hervorragende Einkaufsmöglichkeiten sucht oder Zeugnisse der wechselvollen Geschichte - Málaga lässt keine Wünsche offen. Die Provinzhauptstadt ist das Zentrum der Costa del Sol und entsprechend von Sonne verwöhnt - schon die Römer wussten die Vorzüge der Hafenstadt zu schätzen und hinterließen ein idyllisch gelegenes Amphitheater. Die Mauren schufen die mächtige Festung Alcazaba hoch über der Altstadt, die christlichen Rückeroberer die imposante Kathedrale Stil der Renaissance. Grüne Oasen mit exotischen Blumen und Pflanzen findet man im Parque de Málaga und in den Jardines de Pedro Luís Alonso zu Füßen der Alcazaba. Doch lebt die Stadt vor allem von der südländischen Vitalität, die sich zwischen den reich begrünten Promenaden längs des Hafens und den zentralen Gassen der Altstadt abspielt. Eine der Haupteinkaufsstraßen ist die Calle Marqués de Larios, die zur Plaza de la Constitución im Herzen der Altstadt führt. In ihren Seitenstraßen laden Cafés, Bars und Restaurants zu einer kleinen Verschnaufpause ein. Stolz ist Málaga auf den größten Sohn der Stadt: Pablo Picasso. In seinem Geburtshaus widmet sich eine Stiftung der Aufarbeitung seines Werkes, und im ehemaligen Museum der Schönen Künste wird derzeit eine große Picasso-Sammlung aufgebaut. Das Museo Municipal zeigt Wechselausstellungen aus den besten Museen weltweit. Essen & Trinken Malaga (Spanien) Das bekannteste kulinarische Produkt der Stadt trägt gleichzeitig ihren Namen: der Málaga-Süßwein. Er wird aus getrockneten Trauben hergestellt und ist mit 16 Prozent Alkohol ein kräftiger Vertreter seiner Art. In der Region um die Costa del Sol liegt auch die Heimat der Tapas, kleine Appetithäppchen, die hier im meeresnahen Süden in perfekter Ausprägung dargeboten werden. Quasi als Vor-Vorspeise zu einem guten Glas Wein genießen Einheimische wie Urlauber Boquerones fritos, frittierte Sardellen, Champiñones oder Gambas al ajillo, Champignons oder Garnelen mit Knoblauch, Pinchitos morunos, marinierte Fleischstückchen oder sonst eine der 1001 möglichen Varianten.Wegen der Hitze sind vor allem kalte Suppen wie die Gemüsesuppe Gazpacho und Ajoblanco aus Knoblauch, Mandeln, Brot und Trauben beliebt. Zu empfehlen sind auch die zahlreichen Gerichte aus dem Meer. Besonders lecker schmeckt der Pescaíto frito, frittierter Fisch, doch auch das Braten am offenen Feuer, bei dem die Fische auf Spieße gesteckt werden, ist sehr populär. Bis auf den Rabo de Toro, den geschmorten Stierschwanz, und den luftgetrockneten Bergschinken Jamón serrano haben Fleischgerichte in Málaga wenig Tradition. Beliebte Desserts, oft mit orientalischem Einschlag, sind Quitten, das Feigenbrot Pan de higo oder die Pfefferkuchen Alfajores. Aktivitäten Malaga (Spanien) Für sportliche Aktivitäten bieten sich in Málaga die Berge der Sierra Nevada ebenso an wie die Strände der Costa del Sol - beides ist nur wenige Kilometer entfernt. Eine Bergtour in der nordöstlich gelegenen Sierra Nevada oder den sich südlich daran anschließenden Bergketten der Alpujarras fasziniert gleichermaßen durch anspruchsvolle Wege und reizvolle Aussichten auf das Umland. Und im Winter ziehen die Berge mit ausgedehnten Skigebieten die Urlauber zum Wedeln in der weißen Pracht an.Segeln, Tauchen, Wasserskifahren - das Angebot an der Costa del Sol ist so groß, dass an vielen Stränden bereits eigene für den Wassersport reservierte Zonen ausgewiesen wurden. Zum Surfen fährt man am besten an den Strand von El Chanquete. Aber auch Sonnenanbeter und Badenixen finden an feinen, langen Traumstränden oder in abgeschiedenen, idyllischen Buchten ihr Badeparadies. Empfehlenswerte Strände in der Nähe des Stadtgebiets liegen östlich des Hafens: La Malagueta, La Caleta, daran anschließend die Playa de las Acacias und die Strände von El Palo. Bekannt und beliebt ist Málaga bei Kopfsportlern , die ganzjährig aus vielen fremden Ländern anreisen und in den zahlreichen Schulen ihre Spanischkenntnisse verbessern. Ausgehen Malaga (Spanien) Ob in der Kneipe oder am Strand - einen geeigneten Platz zum Feiern findet man in Málaga immer. Gut besucht sind vor allem Musikkneipen, die oft mehr Publikum anziehen als Discotheken. In der Altstadt treffen sich die Nachtschwärmer zumeist im Gebiet nördlich der Kathedrale, beispielsweise in und um die Calle Beatas, die Calle Granada und an der Plaza Ungibay, wo zahlreichen Kneipen, Tapas-Bars und Clubs angesiedelt sind. Lockt eine laue Sommernacht, zieht es viele Amüsierwillige hinaus an die Strände von La Malagueta und El Pedregalejo oder auch zum Sporthafen von Benalmádena Costa, zwischen Torremolinos und Fuengirola. Die Locos veranos, verrückten Sommer , an den Stränden sind im ganzen Land bekannt.Wer den Abend mit einem ausgiebigen Essen beginnen möchte, wählt ein Lokal in der Altstadt oder flaniert östlich des Zentrums die Strandpromenade entlang, um sich eines der zahlreichen Fisch- und Meeresfrüchte-Restaurants auszusuchen. Höhepunkte des Jahres sind die vielen Feste und Veranstaltungen der Stadt, bei denen gerne Einheimische und Gäste zusammenkommen und bei Musik, gutem Essen und Wein ausgelassen feiern. Land & Leute Malaga (Spanien) Die Menschen wirkten alle so gut gelaunt... Sie gaben mir ein Gefühl von Lebensfreude und Heiterkeit. Ach Málaga, herrliche Stadt, hier möchte ich leben! , so schwärmte Hans Christian Andersen im 19. Jh. Auch der heutige Besucher kann dem Dichter nur zustimmen, die verwinkelte Altstadt mit ihren zahlreichen Kirchen und Baudenkmälern unterschiedlicher Stilrichtungen entführt den Spaziergänger bald in das mediterrane Ambiente einer lebendigen Großstadt.Von der maurischen Festung Alcazaba und dem Castillo de Gibralfaro hat man einen schönen Blick über das alte und moderne Málaga - mitten im Herzen der Stadt thront die historische Stierkampfarena. Vor allem während der Feste der Stadt geben sich hier landesweit bekannte Stierkämpfer bei den beliebten Corridas ein Stelldichein.Zu den wichtigsten Feierlichkeiten im Jahr gehören die feierliche Bußprozessionen der Semana Santa, der Karwoche vor Ostern, wenn geheimnisvoll gekleidete Bruderschaften mit prächtigen tragbaren Altären durch die Straßen ziehen. Heiter und beschwingt geht es bei den einwöchigen Ferias zu, bei dieser Mischung aus Messen und Jahrmärkten sieht man überall Señoritas in bunten Rüschenkleidern und schmucke Caballeros hoch zu Ross; in den Straßen wird ausgelassen getanzt und abends geht auf dem Festgelände das Licht erst weit nach Mitternacht aus. Da bleibt kein Besucher abseits stehen, sondern lässt sich gerne anstecken von der offen gezeigten Lebenslust.