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    Almería ist eine Stadt lebhafter Kontraste und unerwarteter und reizvoller Anziehungskraft, eine Stadt, die von der andalusischen Sonne verwöhnt wird und die ihr spanisches Wesen mit einem unverwechselbaren Flair vereint, das von der benachbarten Küste Nordafrikas herübergetragen wird. Die Provinz Almería ist ein vom Klima begünstigter Landstrich, die den Lauf der Zeit genutzt hat, um ihre historische Vielfalt zu vergrössern und zu bereichern und gleichzeitig ihr Aussehen zu verschönern. Almería besitzt eine wunderschöne Landschaft mit vielen Sehenswürdigkeiten von grosser Schönheit, bezaubernden, typischen andalusischen Dörfern und vielen Winkeln, die noch zu entdecken sind. Um den Ursprüngen Almerías nachzuforschen, muss man weit zurückgehen. Die archäologischen Fundstätten Los Millares und El Argar bezeugen, dass schon in vorgeschichtlicher Zeit bedeutende Zivilisationen in diesem Gebiet beheimatet waren. Später liessen sich die Phönizier, Griechen und Karthager in Almería nieder, denn sie fanden hier einen idealen Handelsplatz vor. Auch Römer fanden in Almería einen begehrten Siedlungsort und verwandelten die Provinz in «Porto Magnus», in einen grossen Hafen des Mittelmeerraumes. Im 10. Jahrhundert trafen die Araber ein und errichteten die heutige Provinzstadt. Sie wurde auf den Namen Almaeriya getauft, von dem der heute bekannte Ortsname abgeleitet wird. Die Stadt Almería ist am Berghang angelehnt und öffnet sich dem Meer. Zerklüftete Klippen und Steilküsten, unterbrochen von kleinen Buchten herrschen hier vor. Wir befinden uns nun in der Mitte der Bucht, vor den Toren der Provinzhauptstadt Almería. In der Stadt kann man das Wesen und die Lebensart der ganzen Provinz in jedem Winkel spüren, denn die Schönheit der historischen Bauten vereint sich mit dem Zauber, der von den typischen andalusischen Gassen und Stadtvierteln ausgeht. Die Alcazaba ist zweifellos die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Almería. Das zweite bedeutende Bauwerk in Almería ist die Kathedrale. Ihre Fassade erinnert an die Festung, das Innere des Gotteshauses ist jedoch im Renaissancestil mit gotischen Elementen gehalten. Herausragend sind aber vor allem mehrere grosse Altaraufsätze im Barockstil und der herrliche Hochaltar. Wertvolle Gemälde und Skulpturen und das wunderschöne Chorgestühl bilden den Reichtum der Kathedrale. Über die Stadt verteilt liegen mehrere schöne Pfarrkirchen. Besonders interessant ist San Juan, die auf den Überresten der alten maurischen Hauptmoschee erbaut wurde. Noch heute kann man hier einen Teil der Gebetsnische Mihrab bewundern. Auch die Kirche von San Domingo ist ein sehenswerter Tempel, der in seinem Innern das Heiligenbild der Virgen del Mar, der Schutzpatronin Almería, birgt. Das benachbarte Kloster Convento de las Puras beeindruckt durch seine Grösse und seine kunsthistorische Bedeutung. Im Jahre 1982 wurde es unter Denkmalschutz gestellt. Die verschiedenen Kunst- und Baustile Almerías zeugen von einer vielseitigen Geschichte und einem Kommen und Gehen verschiedener Kulturen. Das typische Flair Andalusiens findet man noch am meisten in den volkstümlichen Gassen und Stadtvierteln vor. Das berühmte Viertel La Chanca ist aus Almería nicht wegzudenken. Beeindruckend sind hier die fröhlichen, bunten Fassaden der einfachen Häuser, die in ihrem oberen Bereich am Hügel der Alcazaba zu kleben scheinen. Wenn man von La Chanca Richtung Hafen spaziert, kommt man in das Fischerviertel El Zapillo oder in die Pescaderia. Weiter zu Innenstadt hin liegen moderne Viertel wie La Constitución oder die Prachtstrasse Jardin de Nicolás Salmerón, wo das Geschäftsleben Almerías stattfindet. In der Gastronomie herrschen in Almería die berühmte Sopa de Almeria und vor allem Fischgerichte jeder Art vor. Frische Rotbarben oder Tintenfische sind immer eine Köstlichkeit. Eine Delikatesse der almeríanischen Küche stellen auch die Gurullos dar, kleine Mehlklösse oder ein Stockfischgericht auf Knoblauch und Maisfladen. Selbstverständlich werden diese köstlichen Speisen stets von einem guten, einheimischen Wein begleitet, wie etwa die Sorten aus Laujar, Fondón, Alboloduy und Berja. In Almería kann das Essen auch durch ein vergnügliches Tapeo oder Tapas Essen vorgenommen werden. Tapas sind leckere Appetithappen oder kleine Vorspeisen und die Almeríaner sind ihnen sehr zugetan. Der Tapeo lädt immer wieder zu einer angeregten Unterhaltung ein, der die geselligen Almeríaner nie abgeneigt sind und auch der Fremde wird sich unter ihnen bald heimisch fühlen.